GoPro Hero3 und Rain-X

Publiziert am 03.02.2013 - 15:25 Uhr von Stefan Hofmann ()
Tausende Canyonbegeher fixieren sich eine Actionkamera auf den Helm - und kämpfen seitdem damit, dass Wassertropfen die schönsten Erinnerungsfilme und -fotos zunichte macht.

Wer vom Tauchen kam hat die Linste abgeleckt, andere haben aus dem Autobedarf Ledertücher hergenommen, um die Linse von Wasserflecken zu befreien. Lästig ist dabei nur, dass dies nicht immer 100%ig funktioniert und man praktisch gezwungen ist, den Helm mit der Kamera abzunehmen, um sich zu vergewissern, dass sich keine Wassertropfen mehr auf der Linse befinden.

Was man auf keinen Fall machen sollte: die Wassertropfen mit den Fingern wegzuwischen. Auf der Haut befindet sich immer ein leichter Fettfilm, der dann auf die Linse übertragen wird. Das macht alles nur noch schlimmer.

Nach dem Kauf der neuen GoPro Hero3 hab ich das dazugehörende Handbuch studiert (ja, es gibt wirklich welche, die sowas lesen ;-) ). Dabei bin ich auf den Hinweis gestossen, dass man durchaus spezielle Mittel wie z. B. rain-x verwenden könne. Zwar war das früher auch schon eine Idee gewesen, aber es wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass dies die Linse angreifen könnte. Nachdem es aber jetzt im Handbuch steht war die Zeit reif, sich die Sache genauer anzuschauen.

GoPro Hero3 - Test mit Rain-X

Kosten

Für etwa 8 Euro erhält man die 200ml-Flasche rain-x im Handel für Automobilzubehör. Diese Menge dürfte wahrscheinlich die Lebensdauer der meisten Actionkameras leicht überschreiten.

Anwendung

Zuerst muss die Linse ordentlich gereinigt werden. Danach gießt man etwas rain-x auf die Linse, verteilt das Mittel mit einem Schwamm oder Tuch und lässt es etwas "einwirken". Danach die überflüssige Menge mit einem Küchentuch abwischen und den Prozess noch ein oder zwei Mal wiederholen.

Test

Es ist bekannt, dass Mittel wie rain-x erst bei einer gewissen Fahrgeschwindigkeit ihre volle Wirkung entfalten. Die Wassertropfen werden durch den Fahrtwind nach aussen weggedrückt. Diesen Effent gibt es beim Canyoning - zum Glück - nicht. Ein Test musste also beweisen, dass das Wasser auch ohne Windeinfluss nicht an der Linse haften bleibt. Nach der Behandlung mit rain-x wurde die Kamera also ins Wasser getaucht und wieder heraus gezogen (ähnlich dem Auftauchen nach einem Sprung). Wie von Zauberhand floß der Wasserfilm nun von der Linse ab. 

Fazit

GoPro Hero3 - Fazit Test mit Rain-X

Auf dem Bild kann man erkennen, dass Wassertropfen auf dem unbehandelten Teil des Gehäuses weiter haften blieben, während die Linse ohne weiteres Zutun frei von Wassertropen ist. Das sieht vielversprechend aus. Es gilt nun abzuwarten, wie sich die Beschichtung auf einer Tour bewährt. Wir werden also wieder darüber berichten.



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Stefan Hofmann

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CIC Senior Instructor, Autor, Fotograf, DP

Robert Moosmann

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